Das Wichtigste in Kürze
- Kognitives Training wirkt dem nachweislich abnehmenden Erinnerungsvermögen im Alter aktiv entgegen.
- Häufigkeit, Intensität und Fokus auf Lang- oder Kurzzeitgedächtnis werden individuell abgestimmt.
- Das Training erfolgt als gezielte Einheit oder als Nebenbestandteil anderer Tätigkeiten.
- Feste Betreuer in kleinen Teams sorgen für Kontinuität und ein vertrautes Umfeld.
Mit zunehmendem Alter lässt das Erinnerungsvermögen und das Gedächtnis nach – das ist nachgewiesen. Viele Senioren und ihre Angehörigen suchen daher nach Möglichkeiten, dem natürlichen Abbau aktiv entgegenzuwirken. Ein Gedächtnistraining in Form kognitiver Übungen kann dabei eine sinnvolle Form der Alltagsbegleitung sein: Es schult das Gedächtnis gezielt und hilft, die geistige Leistungsfähigkeit im Alltag so lange wie möglich zu erhalten. Das Training wird dabei gemeinsam mit den Klienten entwickelt – als individueller Baustein, nicht als Leistung von der Stange.
Warum Gedächtnistraining im Alter sinnvoll ist
Das Erinnerungsvermögen und die Gedächtnisleistung sinken im Alter nachweislich. Ziel des kognitiven Trainings ist es, das Gedächtnis aktiv zu fordern und so die Betreuung im Alltag um einen geistig stimulierenden Baustein zu ergänzen.
Wichtig ist, dass das Training nicht als starres Programm von der Stange verstanden wird. Jede Person reagiert unterschiedlich auf geistige Anforderungen, und jeder Gedächtnisabbau verläuft in seinem eigenen Tempo. Deshalb wird das Training gemeinsam mit dem Klienten entwickelt und laufend an die individuellen Voraussetzungen angepasst.
Wie das Training individuell abgestimmt wird
Das kognitive Training erfolgt sehr gezielt und wird individuell auf jeden Klienten abgestimmt. Dabei stimmen sich die Betreuer mit dem Klienten und gegebenenfalls mit Angehörigen sowie Medizinern ab. Gemeinsam werden folgende Aspekte besprochen und festgelegt:
- die Häufigkeit der Trainingseinheiten – also wie oft trainiert wird,
- die Intensität der geistigen Anforderungen – also wie anspruchsvoll die Übungen gestaltet werden,
- der Fokus auf Langzeit- oder Kurzzeitgedächtnis – also welcher Bereich des Erinnerungsvermögens besonders gefördert werden soll.
So entsteht ein Trainingsplan, der zur jeweiligen Person und ihren Bedürfnissen passt, statt ein schematisches Programm, das für alle gleich abläuft.
Zielgerichtetes Training oder Training im Alltag
Das Gedächtnistraining kann auf zwei Wegen umgesetzt werden. Zum einen wird es als eigenständige, gezielte Anwendung durchgeführt – dann steht die geistige Übung im Vordergrund und wird durch gezielte Anwendungen fokussiert. Zum anderen lässt sich das Training auch als Nebenbestandteil anderer Tätigkeiten einbauen.
Beispielsweise bieten sich eine gemeinsame Autofahrt oder das gemeinsame Basteln ideal dafür an. So wird die geistige Aktivität in den Alltag integriert, ohne dass sie als separate Aufgabe empfunden wird. Für viele Senioren ist dieser Ansatz besonders angenehm, weil er den Charakter der Alltagsbegleitung beibehält und das Training nicht als zusätzliche Verpflichtung erscheint.
Warum feste Betreuer und kleine Teams helfen
Das Training wird durch kleine Teams mit festen Betreuern durchgeführt. Das hat einen wesentlichen Vorteil: Der Klient trainiert mit einem kleinen, vertrauten Kreis an Helfern. Die Betreuer lernen die Person mit der Zeit gut kennen und können sich in ihrer Arbeitsweise gezielt darauf einstellen, weil man sich letztendlich einfach kennt.
Diese Kontinuität schafft ein Gefühl der Geborgenheit – die Betreuung findet gewissermaßen in der Atmosphäre einer großen Familie statt. Für Senioren, die ohnehin mit einem nachlassenden Gedächtnis zurechtkommen müssen, ist diese vertraute Umgebung ein zusätzlicher Pluspunkt: Sie müssen sich nicht immer wieder auf neue Menschen und neue Ansätze einstellen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird das Gedächtnistraining auf mich abgestimmt?
Das Training wird individuell auf jeden Klienten zugeschnitten. Häufigkeit, Intensität und der Fokus auf Langzeit- oder Kurzzeitgedächtnis werden gemeinsam mit dem Klienten und gegebenenfalls mit Angehörigen oder Medizinern festgelegt.
Muss das Training immer als eigene Einheit stattfinden?
Nein, das Training kann auch als Nebenbestandteil anderer Tätigkeiten erfolgen. Eine gemeinsame Autofahrt oder das gemeinsame Basteln eignen sich beispielsweise ideal dafür, das Gedächtnis nebenbei zu fordern.
Wer führt das Training durch?
Kleine Teams mit festen Betreuern übernehmen das Training. Der Vorteil ist, dass der Klient mit einem vertrauten Kreis an Helfern arbeitet und die Betreuer sich gut auf die individuelle Situation einstellen können.
Sie oder Ihre Angehörigen benötigen Unterstützung im Alltag?
Ob in Ihrer Stadt oder Nachbarschaft – die Seniorenhelfer Sachsen GmbH steht Ihnen und Ihren Angehörigen mit Herz, Zeit und Erfahrung zur Seite. Wir kommen direkt zu Ihnen nach Hause und bieten Pflegeberatung, Alltagsbegleitung, Haushaltshilfe, Demenzbetreuung und vieles mehr – individuell abgestimmt auf Ihre Situation.
Telefon: 0152 595 866 56
E-Mail: Info@Seniorenhelfer-Sachsen.de
Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.
Glossar
- Kognitives Training
- Ein gezieltes Übungsprogramm, das das Gedächtnis und die geistigen Fähigkeiten durch regelmäßige geistige Aktivität fördern soll.
- Gedächtnistraining
- Eine Form des kognitiven Trainings mit dem spezifischen Ziel, das Erinnerungsvermögen zu erhalten und zu schulen.
- Langzeitgedächtnis
- Der Bereich des Gedächtnisses, in dem Informationen über längere Zeiträume gespeichert werden.
- Kurzzeitgedächtnis
- Der Bereich des Gedächtnisses, der Informationen nur kurzfristig halten kann.
- Alltagsbegleitung
- Eine Unterstützung im täglichen Leben, die Senioren dabei hilft, ihren Alltag selbstständig und sicher zu gestalten.
- Betreuung
- Die laufende Begleitung und Unterstützung einer Person im Alltag, hier insbesondere durch feste, vertraute Helfer.

